Letzte Änderung:
  04.04.2009

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SWP 08.02.09

Neu-Ulm, 8. Februar 2009

Wenn Teddybären fliegen lernen

Fliegende Teddybären, talentierte Nachwuchs-Eisläufer und kreischende Fans: Die elfte Auflage des Atlantis-Cups im Neu-Ulmer Eisstadion hatte alles, was den Eiskunstlauf schön und spannend macht.

Frank Merkle


Der Atlantis-Cup war ganz nach dem Geschmack des Eislaufvereins Ulm/Neu-Ulm (EVU). Neben den hochklassigen Darbietungen der Teilnehmer stimmte auch das Rahmenprogramm beim diesjährigen Eisspektakel, an dem nicht weniger als 262 Läuferinnen und Läufer ihre gelernten Schwünge zum Besten gaben. Zum ersten Mal waren auch Starter aus der Schweiz und aus Hessen in der Neu-Ulmer Eishalle zu Gast.

Etwas enttäuscht war der Vorstand des EVU, Robert Albrecht, aber mit den Ergebnissen der eigenen Talente: „Wir haben uns mehr erwartet, aber es hat an diesem Wochenende einfach nicht gereicht.” EVU-Trainer Badri Kurashvili tröstete den einen oder die andere, die sich vielleicht mehr erhofft hatten: „Man kann nicht immer nur Erster werden. Unsere Sportler haben ihr Können gezeigt und Spaß gehabt”, sagte er versöhnlich.

Ein bisschen hörte man bei Kurashvili aber auch heraus, dass er besseren Trainingsbedingungen in Ulm nachtrauert. Gegenüber Städten wie Stuttgart, Augsburg und Ravensburg muss er seine Trainingszeiten nämlich mit den öffentlichen Laufzeiten teilen.

Dazu kommt auch noch, dass sich Schule und Trainingszeiten überschneiden. Und vor diesem Hintergrund konnte der Coach mit den Leistungen dann doch sehr zufrieden sein. Schließlich begann die Vorbereitung auf den Atlantis-Cup für den Gastgeber erst relativ spät im Dezember.

Grund zur Freude gab es aber auch, denn schließlich sprangen für Ophelia Havloujia (Eisläufer I) und Theresa Carmagnani (Freiläufer I) zwei Siege für den EVU heraus. Nathalie Pätzka (Nachwuchs B) erreichte in ihrer Konkurrenz einen beachtlichen zweiten Platz und Maria Schuster (Eismäuse), Angela Schmidt (Eisläufer II) und Melanie Schacherl (Freiläufer II) erreichten mit ihren dritten Plätzen zumindest den Sprung auf das begehrte Siegerpodest. Unterm Strich stand für den EVU ein siebter Platz beim Teamwettbewerb. Der Gesamtsieg ging an die badische Truppe vom ERC Waldbronn.

Auch die Aushängeschilder des Ulmer Eislaufvereins, Monika Peterka (Nachwuchs A) und Isabel Albrecht (Neulinge A), schafften am gestrigen Sonntag nicht den erhofften Sprung aufs Podest. Am Ende stand für sie jeweils ein fünfter Platz zu Buche. Trotzdem waren die beiden Nachwuchshoffnungen mit ihren Läufen zumindest nicht unzufrieden.

Die Unterstützung von den Rängen war aber allen Teilnehmern gewiss. Gekonnte Sprünge wurden mit Beifall und kreischenden Jubeltönen honoriert. Am Ende einer jeden Darbietung flogen auch noch Teddybären für die Nachwuchsläufer aufs Eis. Das erinnerte dann stark an die glamouröse Welt des Eiskunstlaufs, wie man ihn sonst nur aus dem Fernsehen kennt.

Etwas besser hätte die öffentliche Resonanz am zweiten Tag des Atlantis-Cup ausfallen können. Den Hauptteil der Zuschauer machten die Angehörigen der Teilnehmer aus. „Trotzdem sind wir sehr zufrieden. Es war ein schöner Wettbewerb”, resümierte Robert Albrecht. Um den öffentlichen Zuspruch noch zu steigern, ist für die kommenden Jahre eine Aufwertung geplant, dann vielleicht als „Ulm-Trophy”. Auch das klingt schon nach großem Eiskunstlauf.

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